E-Mail-Paranoia

In diesen Tagen wurden wir alle aufgescheucht durch folgende Meldung des BSI (= Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik):

Kriminelle stehlen Passwörter von 16 Millionen Benutzerkonten

Um festzustellen, ob man zu den Betroffenen zählt, soll man auf einer speziell eingerichteten Web-Seite seine E-Mail-Adresse eingeben, worauf man im Schadensfall eine Antwort des BSI erhält. Ich habe einige meiner E-Mail-Adressen überprüfen lassen, glücklicherweise war keine betroffen.

Heute haben wir im Kreise meiner Ex-Kollegen (alle hauptberuflich mit IT befasst) über diese Dinge gesprochen. Einer der Diskussionspartner hatte folgenden Standpunkt:

„Selbstverständlich werde ich meine E-Mail-Adresse(n) dort nicht eingeben, denn das ist vom BSI eine geschickte Methode, um an möglichst viele deutsche E-Mail-Adressen zu kommen. Wer weiß, was jemand damit alles anstellen kann.“

Nun frage ich mich, ist meine E-Mail-Adresse eine so wertvolle und schützenswerte Information über mich, dass ich sie vor der Öffentlichkeit geheimhalten muss? Die Zeiten, in denen man seine Mails langatmig über ein Modem herunterladen musste, also jede Spam-Mail irgendwie weh getan hat, sind doch schon lange vorbei. Heute gibt es überall Spam-Filter und unliebsame Mails sofort zu löschen anstatt sie erst zu öffnen, ist doch Stand der Technik.

Über die aus dem Zitat hervorgehende Beurteilung des BSI will ich mich nicht weiter äußern.

Ich jedenfalls gehe mit der Veröffentlichung meiner E-Mail-Adresse(n) freigiebig um, einen Schaden dadurch hatte ich noch keinen und ich sehe auch keine Gefahr.

Da man nicht alles wissen kann: Wer etwas Gegenteiliges weiß, ist eingeladen, dies kundzutun.

Über zhongxiong

peter.preus@gmx.de peter-preus.de
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Eine Antwort zu E-Mail-Paranoia

  1. Michael Jelinski schreibt:

    Eine Mailadresse ist heute vergleichbar mit der Telefonnummer und die steht ja ebenso in vielen öffentlichen Verzeichnissen.
    Viel wichtiger ist es aber, die Sicherheit der Kommunikation im Internet im Auge zu halten. Also sollte für jede Webseite, jede Mailadresse und jeder sonstige Dienst ein eigenes Passwort gewählt werden. Dann kann schon gar nicht mehr so viel passieren, wenn mal ein Dienst „gehackt“ wird.

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