2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 12.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 4 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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In Facebook übersetzen

Facebook-„Freunde“ kann man auf der ganzen Welt haben. Manche davon können zwar Deutsch oder Englisch, verwenden aber für ihre alltäglichen Posts dann doch meist ihre Muttersprache und gewohnte Schrift, wenn sie als Zielpublikum ihren engeren Umkreis vor Augen haben. Wenn ich dann doch Anteil nehmen will, muss ich mühsam übersetzen.

Facebook bietet (allerdings nicht auf dem Smartphone) als Service für manche Sprachen an, den Text direkt zu übersetzen („Übersetzung anzeigen“). Hinter dem übersetzten Text steht dann „(Von Bing übersetzt)“.

Welche Sprachen Bing übersetzt, habe ich nicht untersucht. Vor kurzem ist offenbar Indonesisch dazugekommen, Bing scheint sich weiter zu entwickeln, versucht aber immer noch, Sprachen zu übersetzen, von denen es anscheinend sehr wenig Ahnung hat.

Zu den für die Übersetzung angebotenen Sprachen zählt auch Thailändisch. Thailändisch ist für uns eine schwere Sprache, nicht zuletzt auch deswegen, weil die Wörter im Satz nicht durch einen Abstand voneinander getrennt werden, sondern der ganze Satz als eine einzige lange Wurst geschrieben wird. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass viele im Internet sich nicht um korrekte Rechtschreibung bemühen wollen, kann man erahnen, dass so manche Übersetzung daneben liegt. Meine Beurteilung für Bing als Übersetzer für Thailändisch: Schulnote 6.

Bevor ich einige Beispiele bringe: es gibt glücklicherweise eine Alternative, die zwar ebenfalls bei weitem nicht fehlerfrei ist, die aber doch manchmal erahnen lässt, was der Facebookschreiber vielleicht gemeint haben könnte. Diese Alternative ist der Google-Übersetzer. Ich finde ihn in meinem Browser (Firefox) so: Einen Tab mit google.de öffnen / Rechts oben auf das Quadrat mit den 9 Punkten klicken / Wenn er im aufgehenden Fenster nicht angeboten wird, auf „Mehr“ klicken / Auf „Übersetzer“ klicken. Wie du ihn bedienen musst, ergibt sich dann eigentlich von selbst. Der Nachteil gegenüber der Bing-Übersetzung ist natürlich, dass du den zu übersetzenden Text mit Kopieren und Einfügen übertragen musst. Der Vorteil ist eine etwas bessere Übersetzung (Schulnote 5).

Meine Beispiele sind nicht extra herausgepickt, sondern stehen so hintereinander auf einer einzigen Facebook-Seite. Die Posts stammen von drei verschiedenen Personen. Aus Datenschutzgründen bringe ich nur die Übersetzungen, nicht das Original und auch nicht den Kontext, worum es geht.

  • B: Einzelzimmer, return Home; seine Band…
  • G: Ich war allein zu Hause
    Wong …..
  • B: Ja, ihre Hausaufgaben…
  • G: Ich habe meine Hausaufgaben …..
  • B: Ich kündige Studie ermittelt Wok raf…
  • G: Ich brach die Schule Karaffe ….
  • B: Ist der Arztbesuch Warteschlange Khung Peng… seit langem?
  • G: Ich treffe kun
    Peng ….. warten auf Sie.
  • B: Sie spielt nicht gute Sap Aufruf Tadi, sitzen, Zeitung lesen
  • G: Das Leben ist gut … nicht spielen, ruft in Übersee. Ich genieße Lesen einer Zeitung
  • B: Buea, die langen Bergen zu führen.
  • G: Also des Wartens müde.
    Damals
  • B: Bara Chef Yai Yai Bananen ohne Giftstoffe
  • G: OMG Ehgaaaaaa
    Die Muttergesellschaft von Bio-Bananen.
  • B: Banane versehentlich die
  • G: Die Bananen fällt
  • B: Große gehen Sie elegant und anmutig von Ihrem Computer via USB.
  • G: Präsident der pape

Können Computer wirklich Sprache übersetzen? Ich glaube nicht.

 

 

 

 

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VLC auf Deutsch

Der VLC media player (http://www.videolan.org/vlc/) ist ein bekanntes Programm für die Wiedergabe verschiedenster Medien. Es ist auf vielen Plattformen verfügbar, darunter auch Linux. Die Grundsprache dieses Programms ist verständlicherweise Englisch, man kann es aber auch in anderen Sprachen verwenden, beispielsweise verwende ich es in Deutsch.

Während VLC in Windows ganz problemlos auf andere Sprachen eingestellt werden kann, geht das in Linux (hier berichtet für openSUSE 13.1) nicht so ohne weiteres, weil der entsprechende Teil in den Einstellungen fehlt.

Installiert man VLC, so erhält man dadurch die englische Version. Um Deutsch zu bekommen, muss man zusätzlich das Paket vlc-Nox-lang installieren (was man, wenn man es denn gewusst hätte, gleich hätte machen können). Die Möglichkeit, die Sprache zu ändern, bekommt man allerdings dadurch nicht, nur die deutsche Version, obwohl die Beschreibung für das Paket „Languages for package vlc / Provides translations to the package vlc“ verspricht. Vermutlich wählt VLC beim Vorliegen des Sprachpakets beim Start die Sprache nach der vorhandenen Linuxsprache aus.

Schade, dass für Linux der Komfort eingeschränkt ist.

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Support-Ende für Windows XP: Probleme?

Nach fast 13 Jahren Windows XP hat die Firma Microsoft in diesen Tagen den Support für diese Betriebssystemversion eingestellt, obwohl es immer noch Nutzer dieses Systems gibt. Die Medien überschlagen sich fast im Ton. Man hat den Eindruck, das jüngste Gericht in der IT steht vor der Tür. Versuchen wir einmal, das Ganze etwas nüchterner zu betrachten.

Sicherheits-Updates für XP gab es die ganzen 13 Jahre lang, während wir das System benutzten. Eigentlich sollte man annehmen, dass in dieser Zeit die Fehler so ziemlich beseitigt wurden. Früher war es bei Software oft so, dass ein Hersteller den Support für eine Version mit der Begründung einstellte, dass kaum noch Fehler gemeldet würden.

Jetzt wird von manchen (von wem wirklich?) suggeriert, dass die Häcker bewusst in letzter Zeit Hinweise auf Sicherheitsprobleme zurückgehalten haben könnten (!), um diese nach dem Einstellen des Supports in aller Ruhe auszuschlachten. Für mich eine aberwitzige Vorstellung. Bisher war ja doch auch so, dass ein Sicherheitsproblem gefunden wurde, manchmal sogar in aller Öffentlichkeit diskutiert wurde (meist hat der Laie es nicht verstanden, so dass er nicht in die Verlegenheit kommen konnte, es selbst auszunutzen), und es dann noch geraume Zeit dauerte, bis der Patch von Microsoft verteilt wurde. In dieser Zwischenzeit verwendeten alle XP-Nutzer ein für alle sichtbar  unsicheres System und was ist passiert?

Ich muss zugeben, dass es mit dem Abnehmen der Fehlerzahl während der Lebenszeit eines Programms manchmal nicht so einfach ist, wenn in der Zeit auch neue Funktionen hinzukommen, die anfangs ja auch immer fehlerbehaftet sind. Dies ist bei Windows XP sicher der Fall. Ich wage die Behauptung, dass so gut wie alle Fehler, die jetzt noch drinstecken, auf Erweiterungen und neue Funktionen der letzten Zeit zurückgehen. Es wäre also meines Erachtens die Pflicht von Microsoft, bekanntzugeben, wann die letzte solche Änderung stattgefunden hat und dann noch (ohne weitere Erweiterungsänderungen) für eine bestimmte Zeit, vielleicht zwei, drei Jahre, nur noch Fehlerverbesserungen herauszugeben. Statt dessen wird zu einem willkürlich gesetzten Zeitpunkt der Kreislauf von Erweiterungen und Fehlerbehebungen abrupt unterbrochen. Als Bonbon wird ein letzter Batzen von Fehlerbehebungen verteilt, damit auch ja jeder sieht, dass da immer noch Fehler drin sind. War da nicht vom Zurückhalten von Hinweisen auf Sicherheitsprobleme die Rede?

Warum verfährt Microsoft in dieser Weise? Der Grund ist einfach: Geld! Durch die Horrormeldungen bezüglich nicht mehr gewarteter Software, die von den Medien bereitwillig (nur die schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht) übernommen und ausgewalzt werden, wird ein Druck ausgeübt, sofort neue Betriebssysteme einzusetzen und dadurch Umsatz und Ertrag des Herstellers zu erhöhen. Der bisherige Gipfel sind Warnungen vor der Benutzung von Geldautomaten, da in diesen teilweise Windows XP verwendet wird.

Die ganze Aufregung erinnert mich an das Gedöns mit dem Jahr 2000-Problem, wo allen Ernstes befürchtet wurde, dass die heimische Waschmaschine nicht mehr läuft, dass an Silvester Punkt Mitternacht Aufzüge stecken bleiben, weil sie meinen, dass ihre letzte Wartung zu lange zurückliege, und wo ein Hamburger Informatikprofessor zu Vorratskäufen von Trinkwasser, Konserven und Batterien aufgerufen hatte.

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eBay kann nicht rechnen

Für Verkäufer gibt es bei eBay seit längerem die 0-Cent-Auktion. Sie wird so beschrieben:

Für Auktionen mit einem Startpreis von 1,00 Euro zahlen Sie als privater Verkäufer keine Angebotsgebühr. Es gibt ein Limit von 100 0-Cent-Auktionen pro Kalendermonat, die Sie ohne Angebotsgebühr einstellen können.

Auf der Seite „Mein eBay / Verkaufen“ erfahre ich am Ende, wieviele Auktionen ich zu diesen Bedingungen im laufenden Monat noch einstellen kann. Im Beispiel seien es 27 Auktionen. Wenn ich jetzt durch Wiedereinstellen von 27 nicht verkauften Angeboten das Limit auf einen Schlag ausnutzen möchte, zeigt mir eBay 13,50 Euro Angebotsgebühr an (50 Cent pro Auktion), obwohl es 0,00 Euro sein müssten.

Wenn ich diese Aktion abbreche und statt dessen nur 26 Angebote wiedereinstellen möchte, werden mir korrekt 0,00 Euro Angebotsgebühr angezeigt. Die oben erwähnte Limitanzeige steht dann ebenfalls richtig auf 1.

Diese eine verbleibende Auktion kann ich jetzt durch Wiedereinstellen eines 27. Artikels aufbrauchen, ohne dass mir eine Angebotsgebühr berechnet wird!

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E-Mail-Paranoia

In diesen Tagen wurden wir alle aufgescheucht durch folgende Meldung des BSI (= Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik):

Kriminelle stehlen Passwörter von 16 Millionen Benutzerkonten

Um festzustellen, ob man zu den Betroffenen zählt, soll man auf einer speziell eingerichteten Web-Seite seine E-Mail-Adresse eingeben, worauf man im Schadensfall eine Antwort des BSI erhält. Ich habe einige meiner E-Mail-Adressen überprüfen lassen, glücklicherweise war keine betroffen.

Heute haben wir im Kreise meiner Ex-Kollegen (alle hauptberuflich mit IT befasst) über diese Dinge gesprochen. Einer der Diskussionspartner hatte folgenden Standpunkt:

„Selbstverständlich werde ich meine E-Mail-Adresse(n) dort nicht eingeben, denn das ist vom BSI eine geschickte Methode, um an möglichst viele deutsche E-Mail-Adressen zu kommen. Wer weiß, was jemand damit alles anstellen kann.“

Nun frage ich mich, ist meine E-Mail-Adresse eine so wertvolle und schützenswerte Information über mich, dass ich sie vor der Öffentlichkeit geheimhalten muss? Die Zeiten, in denen man seine Mails langatmig über ein Modem herunterladen musste, also jede Spam-Mail irgendwie weh getan hat, sind doch schon lange vorbei. Heute gibt es überall Spam-Filter und unliebsame Mails sofort zu löschen anstatt sie erst zu öffnen, ist doch Stand der Technik.

Über die aus dem Zitat hervorgehende Beurteilung des BSI will ich mich nicht weiter äußern.

Ich jedenfalls gehe mit der Veröffentlichung meiner E-Mail-Adresse(n) freigiebig um, einen Schaden dadurch hatte ich noch keinen und ich sehe auch keine Gefahr.

Da man nicht alles wissen kann: Wer etwas Gegenteiliges weiß, ist eingeladen, dies kundzutun.

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Linux und Flash

Für manche Web-Seiten (eigene, Facebook, WordPress usw.) möchte ich gerne wissen, ob sie auch in China angesehen werden können (der chinesische Staat ist auf dem Gebiet der Informationen aus dem Ausland für die eigenen Staatsbürger recht restriktiv). Da ich aus verschiedenen Gründen nicht einfach einen Freund oder Bekannten aus China darum bitten kann zu recherchieren, verwende ich statt dessen gerne die Web-Seite http://greatfirewallofchina.org.

Da ich normalerweise in Linux arbeite, habe ich diese Seite dort mit dem Browser Firefox aufgerufen. Das Verstehen und Benutzen der Seite war jedoch mit größten Schwierigkeiten verbunden, da auf den Seiten sämtliche Überschriften (einschließlich der Beschriftungen der Eingabefelder!) durch weiße Rechtecke ersetzt waren.

Nach einer Diskussionsrunde im Forum http://www.linux-club.de (dieses Forum kann ich nur empfehlen) ergab sich folgende Erklärung und Lösung des Problems:

Der Seitenersteller verwendet – warum auch immer – für seine Überschriften Flash (Adobe Flash Player). Da er weiß, dass nicht jeder Browsernutzer Flash verwendet oder verwenden will, hat er in seinen Seiten eine Abfrage eingebaut, ob Flash vorhanden ist oder nicht. Ist Flash nicht vorhanden, so macht er die Überschriften ersatzweise mit normalen <h1>-Etiketten oder ähnlichem. Wo liegt jetzt aber das Problem, dass in meinem Betriebssystem Flash zwar vorhanden ist, aber dennoch nicht verwendet wird?

Der Adobe Flash Player wird von Adobe nicht mehr für Linux weiterentwickelt. Die letzte Version war 12.2. Für Windows sind sie schon bei Version 12.9. Auf den Greatfirewallofchina-Seiten wird vermutlich eine Eigenschaft von Flash verwendet, die erst nach Version 12 hinzugekommen ist, und der Seitenersteller hat nur das Vorhandensein von Flash, aber nicht die Versionsnummer abgefragt.

Eine befriedigende Lösung des Problems ergibt sich für mich nun dadurch, dass es für Firefox ein Add-on namens FlashDisable gibt. Dies habe ich installiert und kann jetzt im Flug Flash aus- oder einschalten. Habe ich es ausgeschaltet, so erhalte ich die Überschriften und Feldbeschriftungen in korrekter Weise.  Ob es für andere Browser in Linux etwas Ähnliches gibt, weiß ich nicht, sie haben auf jeden Fall das gleiche Problem mit den genannten Web-Seiten.

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